FDP Butzbach besucht Bauunternehmen Hildebrand

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Gute Entscheidungen brauchen Spielraum – Wie geht es den Unternehmen vor Ort – und was kann Kommunalpolitik tun, damit sie sich erfolgreich entwickeln können? Darüber sprach die FDP Butzbach bei einem Besuch des traditionsreichen Butzbacher Bauunternehmens Hildebrand.

Geschäftsführer Frank Hildebrand gab dabei Einblicke in die Entwicklung des Familienunternehmens, die aktuelle Lage der Baubranche und die Erfahrungen mit öffentlichen Auftraggebern. Ein Punkt zog sich durch das Gespräch: Unternehmen und Stadt profitieren unmittelbar voneinander.

„Unternehmensentwicklung ist Stadtentwicklung“, fasst FDP-Stadtverordneter Daniel Libertus zusammen. „Unternehmen schaffen Arbeits- und Ausbildungsplätze, zahlen Gewerbesteuer, beauftragen andere Betriebe aus der Region und investieren vor Ort. Eine wirtschaftsfreundliche Kommunalpolitik ist deshalb keine Gefälligkeit gegenüber lokalen Unternehmen, sondern liegt im Interesse der ganzen Stadt.“

Intensiv diskutiert wurde über öffentliche Bauvorhaben. Aus Sicht Hildebrands führt die zunehmende Formalisierung im Vergabeverfahren nicht automatisch zu besseren oder günstigeren Ergebnissen. Detaillierte Vorgaben und immer neue Absicherungen können vielmehr dazu führen, dass praktische Erfahrung und wirtschaftlichere Lösungen zu wenig Raum bekommen.

Für die FDP steckt darin ein grundsätzliches Problem. „Natürlich braucht die öffentliche Hand klare Regeln und transparente Verfahren“, sagt der FDP Ortsvorsitzende Dr. Matthias Dubowy. „Aber Regeln dürfen nicht dazu führen, dass am Ende niemand mehr Verantwortung für eine vernünftige Entscheidung übernehmen möchte. Wir brauchen wieder mehr Mut zur Entscheidung statt immer neuer Absicherungsbürokratie.“

Die FDP will die Anregungen aus dem Gespräch aufgreifen und insbesondere prüfen, welche Spielräume Butzbach bei Planung und Vergabe öffentlicher Bauvorhaben besser nutzen kann.

„Es geht nicht darum, einzelne Unternehmen zu bevorzugen“, so Libertus. „Es geht darum, gute Rahmenbedingungen zu schaffen, vernünftig mit Steuergeld umzugehen und die Erfahrung der Menschen einzubeziehen, die jeden Tag praktisch mit diesen Themen arbeiten.“